Aus leeren Büros werden Luxussuiten
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Aus leeren Büros werden Luxussuiten

Büros in Randlagen gelten als unvermietbar. Aber auch die eine oder andere Büroimmobilie in der Wiener Innenstadt wird längst nicht mehr als solche genutzt.

Wien. Bestes Beispiel ist der denkmalgeschützte Stahlbetonbau mit der Adresse Schubertring 10-12. Jahrelang stand das Gebäude leer. Im Herbst eröffnet hier das “Grand Ferdinand” mit 188 Zimmern. Bespielen wird das Hotel die Weitzer Hotels Betriebs GesmbH mit Sitz in Graz, der auch das “Daniel” in Wien gehört. Hier wurde ebenfalls einem ehemaligen Bürostandort neues Leben eingehaucht. Auch das ehemalige ÖBB-Bürohaus in der Elisabethstraße ist heute ein Motel-One-Hotel.

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Anhaltender Trend

Doch nicht nur Hotels kommen als neues Nutzungskonzept infrage. Zunehmend werden Büros auch zu Wohnungen umgebaut. Bestes Beispiel ist das Philips-Hochhaus am Wienerberg. In den einstigen Büros entstehen derzeit 135 voll möblierten Zwei-Zimmer-Suiten, die unter “Philipp’s Condo Suites” verkauft werden. “Dieser Trend wird anhalten”, sagt Alexandra Ehrenberger, Leiterin der Abteilung Market Research bei EHL Immobilien. “Das ist eine Win-win-Situation für beide Seiten. Vor allem entlastet das den Büromarkt mit Flächen, die schwer vermietbar sind. Eine schlecht nachgefragte Bürolage kann eine gute Wohnlage sein.” Einziger Haken: Der Umbau ist eine kostspielige Investition.

(Bild: Das Grand Ferdinand am Schubertring öffnet im Herbst)

Text: Kathrin Gulnerits (Wirtschaftsblatt)